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Zum geBÄNDIgten Tango

Kennt Ihr dieses Gefühl nach einer lange vorbereiteten und intensiv erlebten Party, wenn ihr am Morgen hin- und hergerissen werdet im Strudel aus Glückshormonen und Schlafmangel und dann bei den Nachbarn am Frühstückstisch eine Insel im Strom findet, wo Ihr noch ein paar andere Gesichter der letzten Nacht wiedererkennt und genauso angeregt weiter redet, nur über ganz was anderes als in der letzten Nacht, na ja, und eigentlich ist es auch nicht mehr so angeregt? Dann räumen alle auf und gehen alle weg und am Ende hockt Ihr wieder bei Euch im letzten Licht des Tages und denkt: Wow, hier haben wir jetzt eine neue Dimension eingezogen. Und plötzlich sitzt die Wohnung für ein Weile wie angegossen.

Finnische Menüplanung (mehr dazu am Ende) und Bändis Soundcheck (Volker Denkel, Thomas Salzmann, Kristiane Debelius und Noah)

Und jetzt stellt Euch vor, Ihr habt dieses Gefühl zu Anfang der Woche an Eurem Arbeitsplatz. So ging es mir am Montag in der Morgensonne, die durchs Bürofenster ins Hukodi fiel, wo am Samstagabend unser erstes Konzert stattfand, mit Bändi und finnischem Tango und Maustekakku und Lapplandzauber und Märzen und gut 40, 50 Leuten, die fast alle, alle lächelten bis nachts um vier. Und dann kommt an diesem Montagmorgen eine schöne Frau zum Saubermachen zur Tür herein und später unterhalten einen die Kinder von anderen Nachbarn bei aufgewärmter finnischer Gemüsesuppe vor der Bürotür und noch später kommt die Mama dazu, Mensch, die ja auch beim Finnischen Tango war und jetzt weiß ich auch, warum mir ihr Name so bekannt vorkam. Und dann sitzt die Welt für eine Weile wie angegossen.

Und dann ist Dienstag und alles passiert auf einmal. Weswegen ich erst jetzt zum Erzählen komme. In Bildern.

Was im Foyer geschah: Schwärmende Salzheringe vor finnischen Weisen (an der Geige noch Stefan Evertz) zur violetten Doppelstunde bis zehn, fröhlich versorgt von Rosi und Maria an der Lapplandzauber-Bar

Was danach in der Küche geschah: Angeregtes Reden und Trinken mit wechselnden Besetzungen bis morgens um halb vier, als auch die in der Nacht hereingeschneiten Rikschafahrer, Lieblingsnachbarn, Tonmänner und Opern-Sebastians gehen mussten.

Was am nächsten Tag geschah: Zweites Frühstück, spätes Restemittagessen und ein Blick ins Fundbüro – erkennt Ihr Euren Schirm?

Was es denn jetzt eigentlich zu essen gab? Alles aus dem Internet und alles war gut (Respekt für Finnland Online): Finnische Gemüsesuppe (ohne Krabben und Mehlschwitze, dafür mit Ei – im Zweifel immer passend – und Radieschengrün), Frikadellen à la Lindström (die so rot leuchteten wie eine Rentiernase und durch Wunderwürz Süß den letzten Kick bekamen) mit Kartoffelsalat, Karelische Piroggen (die für reichlich Smalltalk sorgten, mehr sag ich erst, wenn ich selbst in Finnland war) und Gewürzkuchen (der heute noch viel besser schmeckt als am Samstag) mit Moltebeerenkonfitüre in Gläsern mit halbflüssiger Sahne drüber (das HUKODI dampfte so, dass es fester nicht ging, was aber viel besser war). Und zum Nachspülen viele, viele Gläschen Lapplandzauber. Finnland, wir kommen! Und BÄNDI kommt in alter Tradition wieder am 2. Wiesnsamstag 2011, also am 24. September – zum Finnischen Krebsessen.

Zuvor aber noch ein zweiter Rückblick: Goetz Götz A. Primke von legourmand.de war bei unserer Ferienfreitagsküche zu Gast, die ihm so gut wie uns gefallen hat, was er hier sehr schön beschreibt. Merci!

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