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Wunderwürz ODER Würzen fängt mit Schmecken an

Ich mache es mir gerne einfach beim Kochen. Und damit auch den Leuten, für die ich koche – den Lesern von Kochbücher, den Zuschauern von Food-Filmen, den Besuchern von Kochkursen. Wenn ich jemandem narrensicher zeigen kann, wie man im Handumdrehen eine Entenbrust superknusprig und Lachs butterzart bekommt, begeistert mich das mehr als jedes Phantasierezept. Denn wer die Basics kann, darf selbst zu Phantasieflügen starten – und darum geht es doch, oder?

Deswegen fand ich Gewürzmischungen immer schwierig, ganz besonders wenn sie „bayerisches Hochzeitscurry” oder „thailändischer Südseetraum” heißen. Wer möchte schon, dass sein Essen immer nur nach Flitterwochen schmeckt? Aber mit dem Schmecken fängt das Würzen an – weswegen ich mir gedacht habe, dass man es sich doch auch dabei einfach machen könnte. Zum Beispiel mit vier Basic-Würzmischungen, die unsere größten Vorlieben abdecken, in dem sie den vier wichtigsten Geschmacksrichtungen folgen: Süß. Sauer. Scharf. Und bitter.

Neu: wunderwürz in den Geschmacksrichtungen süß, sauer, scharf und herb. Foto: Coco Lang

Und nun, mehr als drei Jahre nach dieser Idee, sind die fertig und käuflich. Zu haben bei der Hamburger Manufaktur 1001 Gewürze unter dem schönen Namen „wunderwürz”. Klingt ein bisschen sentimental und vielversprechend, ich weiß. Aber ich konnte einfach nicht anders, als mir Bettina Matthaei von 1001 Gewürze zum ersten Mal ihre Werke nach meinen Wünschen unter die Nase hielt.

Wunder Nr. 1: Sie riechen wirklich süß, sauer, scharf und herb. Wunder Nr. 2: Sie riechen sehr rund und vertraut, auch weil in den Gläschen meine liebsten Aromen stecken: unter anderem Cumin und Sumach in herb, Kardamom und Zitronenschale in sauer, Paprika und schwarzer Pfeffer in scharf, Zimt und Ingwer in süß. Das wahre Wunder ist aber, was diese Mischungen beim Kochen mit den Gerichten machen. So wie ein gutes Parfüm jedem Menschen einen anderen Duft verleiht, so wirkt Wunderwürz auf verschiedenen Speisen ganz unterschiedlich. Süß zum Beispiel, in dem noch Kardamom, Pfeffer, Paradieskörner und Vanille stecken, lässt Avocados orientalisch, Bratkartoffeln erdig und Milchreis rasant schmecken.

Das liegt zum einen an der hohen Qualität der Grundgewürze, die immer nur in kleinen Mengen frisch gemahlen und gemischt werden (und das ohne die günstigen Streckmittel Salz und Zucker, deren Menge ich beim Würzen lieber selbst bestimmen will). Das liegt aber vor allem an dem wunderbaren Händchen von Bettina Matthaei (auch ErfinderinKnetmännchen aus der Sesamstraße), die jeder Mischung einen ganz eigenen Charakter gegeben hat: in sich reich und komplex, nach außen intensiv und eindeutig – die ideale Basis fürs Erfinden von eigenen Phantasiegerichten und Lieblingsrezepten.

Meine jeweiligen Lieblingsgerichte habe ich auf Kärtchen an die Gläschen gehängt, deren Gestaltung die Grafikerin und Künstlerin Juscha Deumling übernommen hat – von ihr stammt übrigens auch das Design dieses Blogs. Und an diesem Samstag werde ich die vier Gerichte samt den Würzmischungen in Hamburg vorstellen – im wunderschönen Feinkostladen Mutterland, dem traditionelle und moderne Delikatessen aus Deutschland besonders am Herzen liegen (wer da jetzt trotzdem an England und London denkt, denkt trotzdem nicht falsch). Um 13 Uhr geht’s los, es dauert bis 18 Uhr – und ich freue mich schon sehr darauf.

Demnächst vielleicht auch in Eurer Stadt. Und ab sofort in Eurem Internet.

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