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So arbeite ich, na ja, digital

Ich bin ja immer noch bekennender Holzblogger, also einer, der das Ding hier eher pragmatisch nutzt, als Brotbrett für Sachen, die darauf besonders gut serviert werden können. Was aber nicht heißt, dass man sie nicht auch auf einen Teller oder einfach auf die Hand packen könnte. Ok, Weiches und Heißes gehört vielleicht eher auf einen Teller, aber bestimmt nicht auf die Hand; und mein Bruder in Australien nimmt sein Abendbrot immer vom Brett ein, obwohl man dort noch nicht mal Abendbrot kennt.

Oh, ich glaube, das mache ich jetzt doch auch grad, also was schreiben, was ich so woanders nicht machen würde, und weil ich es hier mache: blogge ich. Und lese zur Zeit sogar viel in anderen Blogs, was ich eigentlich sonst kaum mache. Das hat wohl mit Berlin zu tun, wo aus diesem Bloggen eine ganze Konferenz entstanden ist, die jetzt richtig groß und gut ist (vorher wohl auch, aber ich bin erst seit kurzem dabei) und, naja. Und so bin ich auf diesen Bloggerarbeitsfrageboggen von Isabell Donnerhall gestoßen, der von diesem Arbeitsfragebogen inspiriert ist. Haben mir beide gut gefallen, und weil mein digitales Arbeiten nicht nur bloggen ist, habe ich die Fragen ein bisschen vermischt. Darf man das? Gerade als Blogger? Na ja.

Meine Geräte
Das Chromebook von Samsung. Also eine Kreuzung aus Tablet und Laptop, deren Festplatte draußen in der Google Cloud liegt (mehr dazu im nächsten Punkt.) Inzwischen in der 2. Generation, so dass ich auch damit schreiben kann, wenn ich keine Internet habe. Was ich aber eh fast immer habe (mehr unter „Mein Arbeitsplatz“). Dazu als Handy ein fast zugleich gekauftes LG Black Google-Smartphone. Auf Gnadenbrot steht irgendwo noch ein vorchristlicher iMac zum Drucken und zum Einüben in Demut; mit dessen Tod werde ich Apple ganz vom Hof haben.

Software/Tools/Apps, ohne die Du nicht leben kannst:
Die Cloud, speziell Google Drive und Picasa (das ich so rabiat wie regelmäßig vor der Übernahme durch g+ bewahre). Heißt auf Deutsch: Spätestens seit diesem Jahr werden alle meine aktuellen Texte und Bilder komplett im Netz gespeichert, und zwar nur da. Die Bilder von meinem Smartphone landen automatisch dort. Na ja, fast, manche nimmt Picasa nicht, g+ wohl eher, was natürlich alles Teil der Weltverschwö… Meine Mails stehen schon lange in der Cloud (Webmailer 1und1), da wusste ich noch gar nicht, dass die so heißt; mein Kalender schon länger. „Ja, aber wenn Google plötzlich pleite geht?“ Dann wäre die Welt eh nicht mehr so wie mal war. Und ja, ich finde Google immer noch mehr gut als böse.

Meine Gerätschaften analog:
Zuallererst: Ein Tisch. Wenn ich richtig arbeite, brauche ich den, obwohl ich das am Laptop mache. Auf dem Lap geht nur im angelehnten Liegen (so wie jetzt gerade), im Sitzen finde ich das unbequem und es sieht bei anderen immer so traurig aus, wie muss es da erst bei mir aussehen? Dazu oft irgendwelche Zettel und Stifte, die ich mir zusammensuche und hoffe, sie auch dann wieder zur Hand zu haben, wenn es drauf ankommt. Vor allem das Geschriebene. Es gibt auch ein Notizbuch, aber wo ist das jetzt grad wieder? Und eine To-Do-Liste.

Wie verwaltest Du Deine To-do-Liste?
Ein gelbes Klemmbrett von Semikolon mit einem DinA4-Blatt pro Woche (draufgeklemmt auf die der Vorwochen), das ich versuche zwischen Sonntagvorabend und Montagmittag zu bestücken, und zwar höchstens die obere Hälfte. Sonst schaff ich das eh nicht.

In der linken Spalte was zu tun ist, in der rechten wen ich erreichen will – per Mail, Telefon, Post. Die wichtigsten To-Dos werden montagmorgens eingekringelt und hoffentlich montagabends durchgestrichen. Am nächsten Morgen wird weitergekringelt.

Bei größeren Sofort-Projekten mit mehreren Leuten gibt es eine Extra-Liste. Und in wilden Wochen auch noch ein geknicktes DinA4-Blatt (4 Seiten für 4 Tage, einen versuche ich zu knicken) nach dem selben Prinzip – höchstens halbvoll, links Jobs, rechts Mails

Meine Arbeitsweise in einem Wort (na ja):
im Fluß

Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?
Ein großer leerer schöner Tisch im Licht, auf den ich im Laufe der Arbeit mein Chromebook, etwas zu trinken, Zettel, Stifte lege, nie was zu essen. Und am Ende wieder alles wegräume, weil es auch ein Esstisch ist. Welcher von beiden es ist, hängt von Tag und Arbeit ab. Esstische weiter weg nehme ich nur zum Essen und Trinken – was aber auch meine Arbeit sein kann.

Wo sammelst du deine Ideen?
Vor allem im und am Wasser – Dusche, Wanne, Schwimmbad, See. Eben im Fluß, gerne auch im Mainstream.

Was ist dein bester Schleichweg um Zeit zu sparen?
Nichts tun

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gadget, ohne das du nicht leben kannst?
Eine gute Kamera, wie ich immer mehr an ihrem Fehlen merke; so sehr ich die Direktheit des Smartphones schätze, inzwischen will ich mehr. Diese neuen Wifi-Geräte von Samsung und Sony machen mich froh, so lange ich nicht auf den Preis schaue. Aber mein Freund der Fotograf sagt, dass meine Bilder dann anders würden und er meint nicht, besser.

Was kannst Du im Alltag besser als andere?
Alleine in Ruhe essen.

Was hörst Du beim Arbeiten?
Beim Schreiben nichts, auch kein Telefon und die aus ihm entstandenen Geräte und Dienste. Beim Kochen seit letztem Samstag Schallplatten.

Wie hast Du’s mit dem Schlafen?
Mein Ideal ist, zu schlafen, wenn ich müde bin. Zum Beispiel nach einem guten Mittagessen für ein Weile mit dem Kopf auf den Armen. Oder mit dem Rücken auf einer Wiese. Am Abend schlafe ich auch gerne ein, werde manchmal mittendrin wach und notiere mir was. Dann werde ich wieder wach, wenn ich ausgeschlafen bin. Das ist zwischen sechs und acht; mein Smartphone stelle ich mir, wenn ich Termine vor neun habe, was ich vermeide; aber dann werde ich auch vor dem Singen wach.

Eher introvertiert oder extrovertiert?
Nach innen introvertiert, nach außen extrovertiert

Ich würde gerne die Antworten hier zu lesen von….
Queen Elizabeth, Pep Guardiola, meiner Liebsten, meinen Katzen. Und von missesdelicious von deliciousdays – aber die macht das ja auch nicht.

Der beste Rat den du je bekommen hast?
„Ja, so ist es.“ Auf englisch: „So just fuck it.“

Noch irgendwas wichtiges für uns?
Arbeiten ist zu wichtig, um es ernst zu nehmen.

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