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✓ UNABHÄNGIG   ✓ NEUTRAL  ✓ FAKTENBASIERT

So arbeite ich, na ja, digital

Ich bin ja immer noch bekennender Holzblogger, also einer, der das Ding hier eher pragmatisch nutzt, als Brotbrett für Sachen, die darauf besonders gut serviert werden können. Was aber nicht heißt, dass man sie nicht auch auf einen Teller oder einfach auf die Hand packen könnte. Ok, Weiches und Heißes gehört vielleicht eher auf einen Teller, aber bestimmt nicht auf die Hand; und mein Bruder in Australien nimmt sein Abendbrot immer vom Brett ein, obwohl man dort noch nicht mal Abendbrot kennt. Oh, ich glaube, das mache ich jetzt doch auch grad, also was schreiben, was ich so woanders nicht machen würde, und weil ich es hier mache: blogge ich. Und […]

Der grüne Traum

Ich bin mit zwei Männern unterwegs. Vater und Sohn? Gott und Jesus? Sie zeigen mir eine Welt, die sehr weit und leer ist, eine Art Prärie. Eine Fläche, die wir von oben sehen, wie eine lebendige Landkarte, die sich zum Horizont hin leicht wölbt und verliert. So eine wie man sie in Fantasy-Büchern findet, um deren fremde Welt zu erklären. Nur dass diese lebt. Und im Maßstab 1:1 ist. Dinge geschehen dort. Es gibt Superhelden dort. Bin ich auch ein Superheld? Und wenn ja, weiß ich davon? Es ist ein weites Feld, diese Welt, die ich von oben sehen kann. An ihrem entfernten Rand sind Erhebungen. Siedlungen? Ziele? Es werden Kämpfe […]

Zum geBÄNDIgten Tango

Kennt Ihr dieses Gefühl nach einer lange vorbereiteten und intensiv erlebten Party, wenn ihr am Morgen hin- und hergerissen werdet im Strudel aus Glückshormonen und Schlafmangel und dann bei den Nachbarn am Frühstückstisch eine Insel im Strom findet, wo Ihr noch ein paar andere Gesichter der letzten Nacht wiedererkennt und genauso angeregt weiter redet, nur über ganz was anderes als in der letzten Nacht, na ja, und eigentlich ist es auch nicht mehr so angeregt? Dann räumen alle auf und gehen alle weg und am Ende hockt Ihr wieder bei Euch im letzten Licht des Tages und denkt: Wow, hier haben wir jetzt eine neue Dimension eingezogen. Und plötzlich sitzt die […]

Und weiter geht’s mit 2015

Allen einen guten Start ins Neue Jahr 2015. Bleibt gesund und munter, den Rest nehmen wir wie’s kommt. P.S.: Und wer was zu lesen sucht für den Neuanfang, dem empfehle ich „DIE HAUT, DIE SIE NIE WIEDER TRÄGT“. Das ist der erste Roman meiner Schwester Suzanne Bergfelder über eine Frau, die sich verwandelt. Und zwar heftig. Als eBook zu haben und anzulesen bei Amazon und epubli

Wiesnhendl at home

Und das kam jetzt so: Auf dem Weg zum Kochbüro festgestellt, dass die Welt wieder ruhiger wird, da nach einer kurzen Phase gleichgeschalteter Schlagzeilen an den Zeitungskästen wieder Gewusel herrscht. Hängen blieb, dass BILD „das beste Wiesenhendl” gefunden hat. Und so geb’ ich es mir heute richtig: Noch bevor ich zum „Discount Bäcker” gehe, mache ich halt im Kiosk daneben und kaufe mir BILD. Dass ich der Zeitungsfrau ausgerechnet das Viertel mit der Nackten unter die Nase halte und ihr 60 statt 50 Cent geben will, sagt alles zu meiner Vertrautheit im Umgang mit der Zeitung. Damit unterm Arm passiere ich zwei fröhliche Blaumänner am Tisch vor dem Discounter, vor dem […]

War das gut

Foodblogger sind kommode Blogger, denen es mehr ums gute Miteinander als um ein Gegeneinander geht, so wie sich das beim Kochen und Essen eben gehört: Kaum hat der Frankfurter Fressack ein Lokal, ruft er auch gleich die ganze Szene zu einem Treffen auf, dem die Münchner Kaltmamsell vorher einen Namen und der Mannheimer Genussblog nachher ein Forum gibt. Was mir als Giesinger Werktagsblogger die Arbeit erleichtert, denn ich darf nun als Schlappsack nur noch meine Musikk beim Käs geben. Und getreu der Maxime, dass der schönste Urlaub der ist, bei dem man vergessen hat, Fotos zu machen, fehlt auch noch das Beste hier im Bild (mit Eintritt der Dunkelheit erlahmt mein […]

Von 2014 zu 2015

Eigentlich dachte ich, das Jahr 2013 wäre an Intensität auf lange Zeit nicht zu toppen. Dabei war es nur Vorspiel und Vorbereitung für ein 2014, in dem der ganze Mann gebraucht wurde. Gut, dass ich mir zuvor so viel Auslauf gegönnt hatte, denn jetzt gings tief nach innen. Auch wenn der Anlass Krankheit wirklich nicht gut ist – was ich da drinnen gefunden habe, war wirklich gut. Und was ich dazu von außen bekommen habe, mindestens genauso gut. Danke für beides. Zugenommen oder abgenommen? Zu Haare länger oder kürzer? Beides Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Ich weiß es nicht Der hirnrissigste Plan? Einfach dem Navi nach von München bis Mureck fahren ohne zu […]

Unser Curry heißt Grie Soß

Ich war eine Pflanze. Würde ich sonst jeden Morgen nach dem Rolladenhochziehen erst einmal lange Richtung Osten blicken und später wie ein Krokus am Bahnsteig stehen, zur Sonne das Gesicht? Und wenn ich mittags rausgehe, dann erst mal um Licht zu schnappen. Vielleicht ist es am Ende nur die pure Lust auf Photosynthese, die mich zum Mittagessen treibt – „Tageslicht” als 13. Grund fürs Mittagessen?. Und vielleicht würze ich meine Essen deswegen viel lieber mit geschmackvollem Blattgrün von Ackerminze bis Zitronenmelisse statt mit getrockneten Samen, Wurzeln, Rinden? Vielleicht liegt das aber auch nur daran, dass ich aus Hessen komme. Da wo man singt: „Unser Curry heißt Grie Soß”. Wo es in […]

SOIZ IN DA SUPPN: Idyllenstudie beim Mittagessen in München

Dass dieser Blog anders ist als noch vor einem Jahr, ist kein Geheimnis. Wenn er in einem neuen Viertel und in einem anderen Leben der Gleiche bleiben würde, dann wäre er nie gut gewesen. Tatsache ist auch, dass sich weniger Leute (immer noch eine gute Menge) als vor einem Jahr an den Tisch hier setzen. Was auch beruhigend ist – Qualität, oder nennen wir es: Intensität bringt eben doch Quote. Warum ist es hier nicht mehr so intensiv? Weil ich das derzeit woanders bin, bei den Küchengöttern etwa oder auch live bei Aktionen und Veranstaltungen. Und ja, das hat was von den Köchen, die nicht mehr so intensiv in ihrem Restaurant […]

ANSICHTSKARTEN: Bonjour Paris. Willkomen bei den Klischees

Was macht der Deutsche, wenn er ins Ausland fährt? Er nimmt sich was zum Essen mit, das er kennt. Und so haben wir Brot und Schinken dabei, als wir Mitte September mit dem TGV nach Paris rauschen. Also einen Koffer voll Bauernkruste vom Bäcker Schmidt. Und eine Bananenkiste voller Räucherschinken aus dem Schwarzwald. Eigentlich wollten wir noch ein paar Liter Schlagsahne mitnehmen, weil die in Frankreich nicht richtig steif wird. Aber mei, da machen wir dann halt noch ein bisserl Créme Fraîche dazu, dann wird das schon. Paris von oben bis unten Natürlich, so ein schönes Baguette, in dem ja dann auch ein bisschen Sauerteig steckt, mit dem wunderbaren Schinken aus […]

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