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Mein Kinderbesteck

Ich komme ja aus der gleichen Gegend, in der die Grimms ihre Märchen gefunden haben (mich hat am meisten „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren” beeindruckt) und hatte vielleicht auch deswegen nie so richtig Angst vor diesen Horrorgeschichten.

Sprecht aber mal mit einem australischen Lehrer darüber – die können das gar nicht fassen, das wir so was unseren Kindern zur guten Nacht vorlesen:

„Es war einmal ein kleines Mädchen, dem war Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, daß es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr hatte, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte.”

(aus Sterntaler)

Oder:

„Ach, sagte der Hund, weil ich alt bin und jeden Tag schwächer werde, auch auf der Jagd nicht mehr fort kann, hat mich mein Herr wollen totschlagen, da hab ich Reißaus genommen; aber womit soll ich nun mein Brot verdienen?”

(aus den Bremer Stadtmusikanten).

Was wohl der Lehrer zu meinem ziemlich realistischen Märchenkinderbesteck sagen würde?



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